Einfache Sprache

Leicht, einfach, verständlich?

Geht es um Einfache Sprache, ist zunächst einmal festzuhalten, was auch für die Leichte Sprache gilt: Es ist damit ein eigenständiges, mehr oder minder fundiertes Konzept von verständlichem Schreiben – mitunter auch Reden – gemeint. Wobei der Einfachen Sprache das strikte Regelwerk fehlt, wie es für die Leichte Sprache vorliegt. Es geht also nicht bloß um eine irgendwie betriebene Art, verständlicher zu schreiben oder zu sprechen. Daraus resultiert die konsequente Großschreibung aller Konzepte zur verständlichen Sprache, von denen hier die Rede ist.

Trotzdem weisen auch die Konzepte untereinander einige Unterschiede auf. So ist die Einfache Sprache eben tatsächlich weniger regelgeleitet als die Leichte Sprache. In gewissem Sinne ist sie intuitiver und flexibler, da sie relativ ungebunden an die jeweilige Zielgruppe angepasst werden kann. Dies ist jedoch nur in jenem Rahmen möglich, der sich ergibt, wenn die Zielgruppe nicht bereits auf Leichte Sprache angewiesen ist.

Ein paar Unterschiede der Einfachen zur Leichten Sprache:

  • Längere Sätze sind erlaubt
  • Nebensätze sind zugelassen
  • Fremdwörter sind zu vermeiden, sind aber erklär- und damit legitimierbar
  • die Textgestaltung ist freier

Unter den Links auf dieser Seite finden Sie unter anderem ein Angebot des Deutschlandfunks. Hierbei handelt es sich um Nachrichten in Einfacher Sprache. Der Unterschied der dortigen Texte im Vergleich zu den auf dieser Seite zu findenden Beispielen ist offensichtlich.

Es bleibt trotzdem festzuhalten, dass jede Vereinfachung ein größeres Verständnis für weitere Teile der Bevölkerung sichert. Jede notwendige Vereinfachung ist ein Gewinn und sollte, wann immer möglich, unterstützt werden.
Oder anders gesagt
und gefordert: Leicht ist selbst·verständlich.